Der hohe Anschaffungspreis bremst eine stärkere Verbreitung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben
Die Debatten zum Klimawandel und einer CO2-abhängigen KfZ-Steuer rücken Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in das Rampenlicht. Solche Fahrzeuge werden mit Erdgas bzw. Autogas betrieben, oder besitzen neben einem herkömmlichen Motor einen Elektromotor, der vor allem im Stadtverkehr zu Kraftstoffeinsparungen führt.
Dataforce befragte 561 Fuhrparkmanager deutscher Unternehmen, ob in Ihrem Fuhrpark Fahrzeuge mit alternativen Antrieben genutzt werden. Nur 7 Prozent der Unternehmen nutzen solche Fahrzeuge. Die höchste Nutzungsrate mit 16 Prozent ist bei Flotten mit mehr als 50 Fahrzeugen zu verzeichnen (siehe Abbildung 1).
68 Prozent der Unternehmen, die Fahrzeuge mit alternativen Antrieben verwenden, nutzen Erdgas-betriebene Fahrzeuge. 27 Prozent der Unternehmen nutzen Autogas-betriebene Fahrzeuge und 5 Prozent der Fuhrparks Hybridfahrzeuge. Der Anteil von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben liegt in Fuhrparks, die diese nutzen bei 8,8 Prozent.
Abbildung 1: Fahrzeuge mit alternativen Antrieben im Fuhrpark vorhanden
Dataforce 2008
Als Grund für die Nutzung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben liegt auf Platz 1 die Senkung der Kosten mit 51%. Auf Platz 2 liegt mit 43 Prozent der Umweltgedanke. 5 Prozent der Unternehmen erhoffen sich einen Imagegewinn. Während in kleinen Flotten (weniger als 20 Fahrzeuge) der Kostengedanke die Hauptrolle spielt ist dies in großen Flotten vor allem der Umweltgedanke. In den mittleren Flotten liegen der Kosten- und Umweltgedanke auf gleicher Höhe.
Der Hauptgrund gegen die Nutzung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben sind die zu hohen Anschaffungskosten (31 Prozent der Nennungen).
Abbildung 2: Gründe gegen die Nutzung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben
Dataforce 2008
Es zeigt sich, dass Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in deutschen Fuhrparks noch sehr selten sind. Werden diese Fahrzeuge genutzt, so sind dies vor allem Erdgas-Fahrzeuge. Vor allem die hohen Anschaffungspreise scheinen im Moment noch ein Hinderungsgrund zu sein.
Veröffentlichung der Inhalte und Grafiken nur unter Nennung der Quelle Dataforce.



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